(animal) Im Maul unserer liebsten Haustiere leben Bakterien, die den Tieren nicht schaden, aber unter Umständen für den Menschen gefährlich werden können. Eines dieser Bakterien trägt den komplizierten Namen Capnocytophaga canimorsus und kommt im Maul von Hunden und Katzen vor. Warum das Bakterium für die Tiere harmlos, aber für den Menschen gesundheitsbedrohlich ist, haben Basler Wissenschaftler erforscht. 
Das Forscherteam um Professor Guy Cornelis am Biozentrum der Universität Basel untersuchte die oben genannte Bakterienart im Speichel von Hunden. In seinem natürlichen Umfeld, dem Hunde- oder Katzenmaul, richtet das Bakterium Capnocytophaga canimorsus keinen Schaden an. Gelangt der Erreger aber durch einen Biss oder Kratzer in menschliches Gewebe und Blut, kann dies möglicherweise zu schwerwiegenden Krankheiten führen. Wenn sich die Bakterien vermehren, drohen gefährliche Infektionen wie zum Beispiel Wundbrand, Blutvergiftung, Hirnhautentzündung oder Endokarditis, eine Entzündung der Herzinnenhaut. Im Extremfall kann eine Infektion mit Capnocytophaga canimorsus auch zum Tod führen. Die Infektion ist mit Antibiotika, die rechtzeitig gegeben werden müssen, gut behandelbar, sodass derartige schwere Verläufe selten sind.