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    Home Hunde Allgemeines Sommer, Sonne, Hitzschlag

    Sommer, Sonne, Hitzschlag

    Erste Hilfe für das Tier

    Bei sommerlichen Temperaturen leiden auch Tiere unter der Hitze. Besonders Hunde und Katzen sind sehr hitzeempfindlich. Ihr Fell schützt die Haut zwar vor direkter Sonneneinstrahlung, erschwert aber die Wärmeabgabe. Sie können die überschüssige Wärme nicht wie der Mensch durch Schweißdrüsen der Haut, sondern nur an Pfoten und Nase sowie über das Maul durch Hecheln abgeben.

    Hitzschlag bei Tieren

    Gefahr für Hund....

     

    Vor allem ältere oder kreislaufgeschädigte Hunde sind an schwülen Tagen gefährdet. Aber grundsätzlich kann jeder Hund einen Hitzschlag erleiden, der ungeschützt der Sonne oder hohen Temperaturen ausgesetzt ist, beispielsweise im Inneren eines Autos. Hunde regulieren ihre Körperwärme durch Hecheln: Dabei wird das Maul geöffnet und die Zunge hängt heraus. Die Atemfrequenz kann dabei um ein Vielfaches (bis 400 Atemzüge pro Minute) gesteigert werden. Das Tier atmet flacher, meist durch die Nase ein und durch das Maul aus. Die Wasserverdunstung kann Werte bis zu 200 Milliliter pro Stunde erreichen.

    Starkes Hecheln, Bewegungsstörungen und Taumeln sind erste Anzeichen für ein Hitzschlag. Ein Blick aufs Zahnfleisch zeigt die intensiv hellrot gefärbten Schleimhäute. Im fortgeschrittenen Stadium treten Erbrechen, Schock und Bewusstlosigkeit ein.

    An schwülen (auch bewölkten) Tagen sollten weder längere Spaziergänge oder Fahrradtouren unternommen werden noch der Hund im Auto zurückbleiben. Bei Aufenthalt im Freien müssen sie stets Zugang zu Schattenplätzen und genug frisches Trinkwasser zur Verfügung haben.

    ...und Katz

    Katzen lieben Wärme. Doch ein Zuviel kann auch ihnen schaden. Hohe Temperaturen, wie beim Transport im Auto, verbunden mit Angst und Stress, oder eine besondere Hitzeempfindlichkeit bei langhaarigen Katze mit dichter Unterwolle und Atemschwierigkeiten bei zu kurzer Nase können zum Hitzschlag führen. Lange Autofahrten in der Mittagshitze sind daher tabu. Katzen sollten immer ein schattiges Plätzchen aufsuchen können. Samtpfoten, denen zu heiß wird, hecheln ebenfalls. Zu Beginn sind die Tiere noch unruhig und suchen einen kühleren Platz. Gelingt das nicht, werden sie apathisch, liegen meist in der Bauchlage und hecheln. Katzen, die in der Seitenlage angetroffen werden, müssen immer sofort zum Tierarzt.

     

    Erste Hilfe – Maßnahmen  

    • Das Tier an einen schattigen, kühlen und gut belüfteten Ort bringen (keine Zugluft).
    • Mit nassen Tüchern langsam abkühlen, mit Dusche oder Gartenschlauch abbrausen. Dabei ist es sehr wichtig, stets bei den äußeren Extremitäten (Pfoten und Beinen) zu beginnen und dann langsam in Richtung Herz weiterzugehen. Niemals das Tier mit einem vollen Eimer Wasser übergießen oder den direkten Wasserstrahl auf den Körper des Tieres richten, da hierdurch ein tödlicher Schock ausgelöst werden kann.
    • Einen in ein Handtuch gewickelten Eisbeutel auf den Kopf bzw. in den Nacken legen.
    • Wasser anbieten, sofern das Tier nicht bewusstlos ist, das nach Möglichkeit nicht zu kalt sein sollte. Gönnen Sie dem Tier viel Ruhe, um sich langsam zu erholen.
    • Bei Bewusstlosigkeit: Zunge vorlagern und Fremdmaterial (z. B. Erbrochenes) aus Rachen entfernen.
    • Tierarztbesuch – Hitzschlag ist ein Notfall 

    Im Sommer haben es besonders langfellige Tier schwer: Im Innern eines Autos kann es sehr warm werden.

     

    .... Meerschweinchen und Co.

    Auch bei Kleintieren kann ein Hitzschlag im Sommer durchaus vorkommen, wenn sie praller Sonne ausgesetzt sind. Die Symptome: Flacher schneller Herzschlag, Atmen mit geöffnetem Maul, blasse Schleimhäute. Meist liegt das Tier dann schlaff am Boden und atmet hektisch und flach. Als erste Maßnahme gilt es in diesem Fall, das Tier sofort in den Schatten oder in einen 18°C kühlen Raum (nicht kälter) zu bringen, ein Taschentuch oder Handtuch mit kühlem bis handwarmem Wasser anzufeuchten und das Tier darin kurz einzuhüllen. Dadurch entsteht rund um den Körper Verdunstungskälte. Den Kopf des Tieres extra kühlen. Trotz allem sollte sofort der Tierarzt aufgesucht werden!

    Abzugrenzen ist der Hitzschlag vom Sonnenstich. Der Sonnenstich entsteht bei intensiver Sonnenbestrahlung von Schädel und Nacken. Dabei kommt es zu einer Wärmestauung im Bereich des Gehirns, wodurch die Blutzirkulation der inneren Organe, besonders des Gehirns beeinträchtigt wird (Hirnblutungen).

    Quelle: DGK

    Stichwörter:
    auto, erste hilfe, heisse tage, hitze, hitzschlag, hund, katze, sonne, tierarzt, transport, wärme

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