Weihnachten: Gefahr für Tiere
So verbringen auch Fiffi und Felidae fröhliche Festtage
Der Weihnachtsbaum, Kerzen, festliches Essen oder die Geschenkverpackung – was für uns Menschen zum Fest dazugehört, kann für Haustiere zur Gefahr werden.
Oft wird dies unterschätzt, doch durch einfache Vorsorgemaßnahmen lassen sich Gefahren leicht verhindern.
Schon in der Adventszeit flackern die Kerzen auf dem Tisch, dann am geschmückten Baum. Das weckt oft die Neugierde der vierbeinigen Mitbewohner. Beim Kontakt mit heißem Wachs oder gar der Flamme sind dann mitunter nicht nur die Schnurrhaare der Katze oder die Nase des Hundes ruckzuck angebrannt. Schwere Brandverletzungen oder gar ein Wohnungsbrand können die Folge sein, kommt das Tier dem flackernden Licht zu nahe. Daher sollten Kerzen nie ohne Aufsicht brennen. Auch Vögel genießen den Freiflug im Wohnzimmer besser bei Tageslicht oder stromerzeugter Deckenbeleuchtung als bei romantischem Kerzenschein.
Foto: von Mausezahn1963 by Pixelio.de
- Adventskranz und Weihnachtsbaum verlocken ebenfalls mit gefährlichen Folgen: Tannennadeln und auch das Wasser aus dem Christbaumständer sind giftig. Schneespray, Lametta (enthält mitunter giftiges Blei) und andere Baumdekoration können für Stubentiger und Waldi lebensgefährlich werden.
- Glasschmuck kann zerbrechen und die Scherben können nicht nur Pfoten verletzen. Glitzernde Weihnachtsdekoration lockt natürlich auch gefiederte Hausgenossen an. Dann wird Engelshaar zum tödlichen Fangnetz, Harz der Tannennadeln zum Gefiederkleber. Auch in der Adventszeit beliebte Pflanzen wie Weihnachtsstern, Mistel und Christusdorn sind für die Vierbeiner giftig. Außerdem können Duftkerzen und Räuchermännchen zu Verätzungen der Schleimhäute bei Hund, Katze, Vogel, Maus und Co führen.
- Über die Weihnachtstage gibt es das „große Fressen“ oft auch für die tierischen Mitbewohner: Lachs, Schinken und Fleisch aller Art, auch spezielle tierische Weihnachtsmenüs gibt es im Handel. Spezielle Festtagsschmankerl, die etwas Besonderes neben dem alltäglichen Futter sein sollen, schlagen Hund und Katze – in größerer Menge angeboten – aber oft auf den Magen. Manche Tiere erbrechen oder bekommen Durchfall. Das Zuviel kann sich beim Hund beispielweise auch in Form eines Juckreizes (Folge einer Allergie auf bestimmte Futtermittelbestandteile) auswirken.
- Auch der Mülleimer mit den Resten vom Festtagsschmaus sollte für Vierbeiner unerreichbar sein: Alufolie, Plastikwursthäute und unausgespülte Dosen sind gefährlich. Reste der Festtagskost sind in der Regel zu salzig und zu fettreich. Das kann die Verdauung belasten und sogar Bauchspeicheldrüse und Leber angreifen. Geflügel, Rind, Wild oder Fisch sind relativ unbedenklich, doch auch hier sind nur kleine Portionen für den Futternapf erlaubt. Geflügelhaut ist viel zu fett. Knochen, besonders vom Geflügel, können splittern, zu Verstopfung oder gar Darmverletzungen führen. Oft fressen die Tiere auch unbekömmliche Süßigkeiten samt Papier.
- Geschenkpapier, Schleifen und Bändern sollten Haustiere nicht zu nahe kommen. Dünne Bänder zum Beispiel können Tiere strangulieren. Wenn sie mit bunten Geschenkbänder und -schleifen spielen, ziehen sie daran und fressen möglicherweise Teile davon. Das kann zum Darmverschluss führen. Knabbern und Verschlucken von Geschenkpapier hat nicht selten Verdauungsstörungen oder sogar Vergiftungserscheinungen zur Folge. Plastiktüten bergen wie bei Kindern auch bei Haustieren Erstickungsgefahren.
Quelle: dgk.de
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